Botsuana 2018 – Thamalakane River Lodge


Dieses Resort hatte eine traumhafte Lage, direkt am gleichnamigen Fluss. Als wir die Formalitäten hinter uns gebracht und uns etwas frisch gemacht hatten, erkundeten wir die Umgebung. Es war ein herrlicher Spaziergang durch unser Feriendomizil. Auf dem Weg zum Fluss hinunter wurden wir von einem freundlichen Hausangestellten angesprochen. Er begrüßte uns gut gelaunt und begann augenblicklich uns in einen netten Smalltalk zu verwickeln. Im Gespräch kam rein beiläufig unsere Leidenschaft für die Sonnenuntergänge in Afrika zur Sprache.
Daraufhin versprach er uns einen unvergesslichen Sundowner. Wir verabredeten uns zu dreiviertel sechs.
In Erwartung auf den versprochenen, unvergesslichen Sonnenuntergang, setzten wir unseren Rundgang fort.
Es war ein herrlicher Sonnentag mit angenehmer Temperatur, einem leicht bewölkten Himmel und einer frischen Brise, die uns einen exotischen Duft in unsere Nasen trieb.
Die ersten Vertreter der Fauna trafen wir auf unserem Weg durch die leicht abschüssige Wiese zwischen Resort und dem Ufer des Thamakalane Rivers: Graulärmvögel. Ein Quartett logierte gemütlich im Geäst eines Baumes, ein anderer hüpfte hyperaktiv vor uns im kurz geschnittenen Gras.
In der Mitte des Flusses prustete ein Flusspferd eine kleine Wasserfontäne in die Luft. Auf der anderen Flussseite trabte ein Hausrind gemütlich ins Wasser, immer tiefer, bis schließlich nur noch der Kopf des Tieres zu sehen war.
„Mutig“, sagte ich, „hier gibt es sicherlich auch Krokodile.“
Meine Familie schaute mich entgeistert an und Dorit zeigte auf ein gelbes Schild, das am Ufer stand, angeblich eines von vielen, die am Fluss entlang aufgestellt waren. Es war ein Warnhinweis bezüglich Flusspferden und Krokodilen, die von Zeit zu Zeit den Uferbereich für sich beanspruchten. Ich hatte noch nie etwas für Signalfarben übrig, zu aufdringlich.
Die Zeit verging. Der Sundowner warf seine Schatten voraus. Wir gingen zurück zu unseren Stein-Chalets, um uns frisch zu machen.

Wie versprochen, warteten eine viertel Stunde vor sechs ein Tisch und vier Stühle inmitten der leicht abschüssigen Wiese zwischen Restaurant und Fluss.
Kaum hatten wir Platz genommen, stand unser Kellner auch schon neben uns und nahm die Getränkebestellung auf.
Bei einem Gläschen Wein bzw. einem Cocktail ließen wir unsere Blicke über das mannshohe Schilf am Ufer, hinweg über das in der untergehenden Sonne goldgelb glitzernde Wasser des Thamakalane Rivers, zu dem Wäldchen am anderen Ufer schweifen, hinter dem die Sonne allmählich den Tag verließ. Die Bäume verloren immer mehr an Konturen, wurden zu einer schwarzen Silhouette vor einem rötlich-gelben Horizont, bis sie schließlich ganz in der Dunkelheit verschwanden.

Anscheinend hatte der Kellner Gefallen an uns gefunden, denn seine Vorbereitung auf den Sundowner war nur der Anfang seiner Aufmerksamkeiten an diesem Abend. Fürs Dinner hatte er speziell für uns am Rande der Terrasse des Restaurants einen Tisch aufgestellt, direkt vor die Nasen aller anderen Gäste, von denen manch einer neidvoll herüberblickte. Unsere Jungs entführte er zum Buffet und gab ihnen eine ganz persönliche Einweisung in die Köstlichkeiten desselben.
Von unserem Ehrenplatz aus konnten wir das exzellente Essen (erwähnenswert ist an dieser Stelle der deliziöse Impala-Eintopf) mit einem ungetrübten Blick in den Sternenhimmel Botsuanas genießen.
Leider verging dieser wunderschöne Abend viel zu schnell.

Nach dem Frühstück hieß es „Tsamaya Sentle!“ (Setswana: „Auf Wiedersehen“). Es war eine tolle Zeit in der Thamakalane River Lodge und vorläufig auch die letzte in der Zivilisation.

 

Zur Bildergalerie: Botsuana 2018 – Leopard Camping Safari

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